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LIFE:
director/recorder Favorite (B; a/b/c)
in 1902 with W. S. Darby to Russia
1904 head mechanic G&T Berlin
Phonographische Fixierung von indianer-Gesängen in Berlin (in: Phonographische Zeitschrift of 27 Dec 1906)
"Die bisher im Zirkus Schumann gastierenden Moki-Indianer waren kürzlich einer Einladung der Ethnologischen Gesellschaft gefolgt und hatten sich mit ihrem Impressario Major Crager unter der Führung unseres geschätzten Mitarbeiters Herrn Baron v. Hagen im Gebäude der Gesellschaft in der Dorotheenstrasse eingefunden. Ungefähr 300 Gelehrte u. s. w. hatten sich dort versammelt, um die Rothäute in Augenschein zu nehmen. Am Schluss wurden die Kriegsgesänge der Indianer phonographisch aufgenommen, um sie auf diese Weise dem Kaiser vorführen zu können. Kaiser Wilhelm hatte den Wunsch geäussert, die Gesänge für seine Privatsammlung zu besitzen. Zum Dank für die Gefälligkeit der Indianer liess der Kaiser jedem von ihnen eine kleine mit dem kaiserlichen Namenszug versehene Börse überreichen, in der sich fünf nagelneue Zwanzigmarkstücke befanden. Die Freude der Rothäute war gross. Sie steigerte sich noch als die Etnologische Gesellschaft jedem eine Kiste Zigarren und mehrere hundert Zigaretten zum Geschenk machte. Herr Baron v. Hagen hat uns, auf unsere Bitte hin, einen besonderen Bericht über die phonographischen Aufnahmen der Moki-Indianer versprochen."
The Moki Indians recordings (419-b - 426-b) were made by Otto Birkhahn in Dec 1906 and are kept at the Phonogrammarchiv Berlin.
Otto Abraham
Hopi-Indianer
1906
3 Rollen mit Tonaufnahmen, darunter ein Kupfergalvano und eine schwarze Wachswalze; Original Pappschachtel mit der Beschriftung „Hopi-Indianer“
Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum
13 Gesänge der Hopi-Indianer:
Berlin 1906
Mit einem Phonographen bewaffnet besuchten Carl Stumpf – der Begründer des Berliner Phonogramm - Archivs (1900) – und sein Assistent Otto Abraham viele der Völkerschauen, die nach Berlin kamen. Diese boten den Pionieren der Ethnomusikologie die Möglichkeit, exotische Gesänge zu studieren und aufzuzeichnen. Unter ihrem amerikanischen Impresario, Major Crager, präsentierte zum Beispiel eine Gruppe von Hopi-Indianern 1906 das „Todeslied“. Zunächst traten sie vor großem Publikum im Berliner „Zirkus Schumann“ auf, dann in einer Sondervorstellung vor 300 Mitgliedern der „Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte“. Abraham machte Zylinderaufnahmen von 13 ihrer Gesänge und schrieb ein detailliertes Protokoll. Erst 1963 entdeckten Ethnomusikologen, dass solche Bestattungsgesänge gar nicht zur Hopi-Kultur gehören. Indianertruppen wie diese Hopi bedienten ihr europäisches Publikum offenbar genau mit den naiven Fantasievorstellungen, die sie für dieses Publikum verkörperten.
Kürzel/monogram in 1924/1925/1936/1937: OB
pp. 313, 320 in: Geschichte der schweizerischen Schallplattenaufnahmen Teil 4: Das Schallplattenunternehmen ODEON in der Schweiz (1904-1928)
pp. 242, 245, 250 in: Geschichte der schweizerischen Schallplattenaufnahmen Teil 5: Das Schallplattenunternehmen ODEON in der Schweiz (1929-1956)
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